Blaufränkisch – Generationen im Saft

Die Fakten

Eine “Kost”-Reise durch die Langlebigkeit des Blaufränkisch, begleitet von zwei Winzergenerationen.
Podiumsgäste:
Rotweingut Iby – Anton M. Iby & Anton Iby
Weingut Weninger – Franz Reinhard Weninger & Franz Ludwig Weninger
Moderation: Holger Massner

Blaufränkisch ein Leben lang…

Man sagt, Blaufränkisch sei langlebig. Wir erforschten das im letzten Jahr zu Pfingsten mit unserem Gaumen. Es präsentierten sich 7 Dreier-Flights von JUNG nach ALT. Alle Weine stammten aus Horitschon. So viele gereifte Weine aufzutreiben stellte sich selbst in Horitschon als Herausforderung dar. Keiner hatte in früheren Zeiten stapelweise Weine zurückgelegt. Und doch ergab sich ein Gaumenbild von über 20 Jahren.

Blaufränkisch – jung und meist ungestüm in der Jugend, reift diese Sorte zu Eleganz und Finesse heran. Für mich waren die Jahrgangsunterschiede nach mindestens 3 Jahren Flaschenreifung besonders ausdrucksstark. Lebt die Sorte in kühlen Jahren  auf? Oder benötigt sie die feurige Würze eines heißen Jahres? Macht es nicht der Umgang des Winzers mit der jeweiligen Witterung aus, was sich später im Gaumen präsentiert?

Hier in Horitschon mit seinem Lehmboden ist besonders in heißen Phasen für den Wasserhaushalt gesorgt. Die feuchte Dichte, welche die Wurzeln der Rebstöcke umringt, gepaart mit den berühmten Sonnenstunden des Mittelburgenlandes und der begleitenden Hand des Winzers, ergibt eine feine Linie. Diese zieht sich vom ersten Moment des Schmeckens bis in eine lebendige Langatmigkeit.  Struktur, nicht zuletzt auch wegen der prägnanten Säure des Blaufränkisch vorhanden, gibt dem Wein die Tiefe in seinem Charakter. Ausdrucksstark und facettenreich, vibrierend und saftig, elegant und doch sehr fordernd…

Meine ganz persönliche Faszination liegt darin, dass besonders der Blaufränkisch den Charakter seines Winzers zu zeigen vermag. So ist ein mancher Wein anfangs verschlossen und mit der Zeit sprudelt ein Meer an Wissen und Visionen aus ihm heraus.

Ein Fazit: Ja! Blaufränkisch ist langlebig und vermag es mit über 20 Jahren zu faszinieren! Also greifen Sie in Ihren Keller und probieren Sie. Falls da Leere herrscht… so manche Rarität  ist noch bei den Winzern oder in der Vinothek zu finden.

Die Kostliste

Per Pedes 2010 – Bioweingut Moritz

Blaufränkisch Barrique 2009 – Weingut Wessely

Blaufränkisch Dürrau Reserve 2008 – Weingut Hans Duschanek

Blaufränkisch Dürrau 2007 – Weingut Mayrhofer

Blaufränkisch davids Show Reserve 2006 – Rotweingut Maria Kerschbaum

Blaufränkisch Dürrau 2005 – Weingut Weninger

Blaufränkisch Dürrau 2003 – Rotweingut Amminger

Blaufränkisch Special 2003 – Weingut Lange

Blaufränkisch Dürrau 2003 – Weingut Paul Kerschbaum

Blaufränkisch Reserve 2004 – Weinbau Florian Lehrner

Blaufränkisch Hochäcker Reserve – Weingut Strass

Blaufränkisch a’Kira 2002 – Vereinte Winzer Arachonkeller

Blaufränkisch Hochäcker 2001 – Vereinte Winzer Arachonkeller

Blaufränkisch – Weingut Gober

Blaufränkisch Hochäcker 2000 – Weingut Iby-Lehrner

Blaufränkisch Spätlese 2000 – Weingut Werner Duschanek

Blaufränkisch Hochäcker 1999 – Weingut Paul Lehrner

Blaufränkisch Barrique Jacinta 1998 – Weingut Moritzhof

Blaufränkisch Hochäcker 1997 – Weinhof Bauer-Pöltl

Blaufränkisch Urknall 1996 – Bioweingut Moritz

Blaufränkisch Hochäcker 1992 – Rotweingut Iby

Brut 1991 – Weingut Weninger

 

Schön war’s! Herzlichen Dank an alle Gäste und Beteiligten für einen gelungenen herzlichen Weinabend über die Tiefe und Weite unseres Blaufränkisch!

Anmerkung: Fotografien von Martina Lex für Vinothek Horitschon

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