Blaufränkisch – Der Weg

In einem Ort wie Horitschon, umgarnt von Blaufränkischreben zieht es einen auf ganz natürliche Weise in die Weingärten.  So ist die Erkundung hier ein Leichtes mit dem neu revitalisierten 1. Burgenländischen Rotweinlehrpfad mitten durch die besten Lagen Hochäcker und Dürrau.

Von Altbürgermeister Iby 1986 begonnen, wurde das Projekt des Lehrpfads zu einem Rundweg gewandelt. Neue Tafeln sind entstanden die das Weinjahr, die Böden, die Lagen und die Winzer erklären. Lässt man sich von einem Winzer oder anderem Ortskundigen durch die berührbare Natur Horitschons führen, erfährt man tief gehende Geschichte. Michael Lehrner, Winzer des Weinguts Iby-Lehrner erzählt von einer großen Schlacht, die die Versetzung der Ortsmitte mit sich brachte. Denn früher war der Ortsmittelpunkt mit einer nicht mehr existierenden Kirche direkt am Friedhof gelegen. So gibt es viele Überlieferungen der angesiedelten Familien und ihren Herausforderungen im harten Arbeitsalltag. Damals mussten sich auch die Kirschenbäume – der Ort ist berühmt für seine Horitschoner Herzkirsche – mit ihrer erbrachten Frucht ihre Existenz rechtfertigen. Heute ist alles anders, oder nur fast? Denn während der Erzählungen kommt in mir der Gedanke auf, dass die Hand welche die Natur „bearbeitet“ sehr wohl die alten Bauernweisheiten mit Neugier betrachtet. Von Weingartenzeile bis Bischofskreuz am Gfanger, welcher am Kamm Richtung Raiding zu entdecken ist, strotzt jeder Rebstock von der jeweils ganz individuellen Philosophie.

Namensgeber des Weges sind die vorherrschenden Blaufränkischrebstöcke, welche rund 70% der Horitschoner Weinbaufläche einnehmen. Doch die Sortenvielfalt ist größer als man denkt. Der gaumenfreudige Zweigelt zeigt seine großen dunklen Blätter. Merlot, Pinot Noir und Sankt Laurent sind in Reichweite.

Blaufränkischweg RouteSo wandelt man Schritt für Schritt auf dem Lehmboden, der den Horitschoner Weinen ihren ganz eigenen Charakter verleiht, durch die berühmten Lagen Hochäcker und Dürrau.  Vorbei an Geschichten erzählenden bunten Sofas mit einer kleinen Rast an der alten Presse. In die richtige Richtung geführt wird man hier durch große rote Punkte auf Straße und Wiese, welche die reifenden Trauben darstellen.

Es sind die findigen Details, welche einen zur Erkundung auffordern. Zwei weitere Begleiter des Weges sind Fränky und Rosi. Weinbeeren, die sich öfter – auf Kinder gerechter Augenhöhe – auf den ausführlichen Tafeln zu Wort melden.

Anfang und Abschluss bildet die Ortsvinothek. Hier ist dann auch der ein oder andere Charakter der bestimmten Weingärten im Gaumen zu erkennen.

Weitere ausführliche Details sind unter www.blaufraenkischweg.at zu finden.

Viel Vergnügen bei Ihrer Wanderung auf der Spuren des Blaufränkisch!

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